Bau eines Amphibientümpels im Naturschutzgebiet Teufelstein-Fischerwiesen

34 Freiwillige am Vormittag und 32 Freiwillige am Nachmittag waren für ein neues Amphibien-Habitat im Naturschutzgebiet Teufelstein-Fischerwiesen im Einsatz. © LPV/F. Hohn
Der heutige Tag war eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen des Heidevereins, Landschaftspflegevereins, der ÖGH und Praktikant:innen des LPV. © LPV/F. Hohn
Die Biolog:innen Alex und Irene begrüßten die Freiwilligen und erzählten Spannendes zum Naturschutzgebiet. © LPV/F. Hohn
Zu Beginn gab es eine ausführliche fachliche Einführung in die heutigen Arbeitsschritte. © LPV/J. FFischer
Dann ging es auch schon los! Einzelne Gehölze mussten randlich noch entfernt werden. © LPV/F. Hohn
Ausgerüstet mit Schaufeln, Rechen und Krampen wurde Steine aus der im Vorfeld gebaggerten Tümpelgrube entfernt und der unebenen Untergrund geglättet. © LPV/F. Hohn
Gf. Gemeinderätin für Biodiversität Agnes Wühr (links) und Umweltgemeinderätin Claudia Wolfert (MG Perchtoldsdorf) unterstützten die Freiwilligen tatkräftig beim Tümpelbau. © LPV/J. FFischer
Mit vereinten Kräften wurde das Vlies zur Tümpelgrube getragen. © LPV/J. FFischer
Nachdem der Boden der Grube entsprechend vorbereitet worden war, wurde zunächst eine Schicht Vlies ausgerollt. © LPV/J. FFischer
Voller Einsatz beim Bau des neuen Amphibientümpels. © LPV/J. FFischer
Die Vliesbahnen wurden mithilfe von Heißluftpistolen an den Seiten verschweisst. © LPV/F. Hohn
Bei der Arbeit war Teamwork gefragt. © LPV/F. Hohn
Auf diese erste Vliesschicht wurde anschließend die eigentliche Teichfolie gelegt, wobei für das Auflegen dieser Folie der Großteil der Anwesenden gleichzeitig anpacken musste. © LPV/F. Hohn
Während der Arbeiten am Teich machten sich verschiedene Gruppen daran, anderweitige Arbeiten im Gebiet zu erledigen. © LPV/J. FFischer
Einzelne Gehölze wurden mit der Motorsäge entfernt, zerkleinert und von der Fläche gebracht. © LPV/F. Hohn
Das Schnittgut wurde teilweise auf Planen gesammelt... © LPV/F. Hohn
...und gemeinsam an den Flächenrand getragen. © LPV/F. Hohn
Durch das Entfernen einzelner Gehölze, finden Trockenrasenpflanzen und wärmeliebende Amphibien- und Reptilienarten wieder mehr Platz. © LPV/J. FFischer
Kurz für das Foto posieren und weiter geht's. © LPV/J. FFischer
Größere Stücke wurden einzeln von der Fläche getragen.© LPV/J. FFischer
Biolog:in Fischi ist immer auf der Suche nach guten Fotomotiven. © LPV/F. Hohn
Mit ein bisschen Geduld gelingen tolle Aufnahmen. Hier: eine Blindschleiche (Anguis fragilis). © LPV/J. FFischer
In diesem Bereich wurde der invasive, nicht heimische Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) zurückgeschnitten. Er wird mittels Teichfolien-Abedeckung über mehrere Jahre zum Absterben gebracht. © LPV/J. FFischer
Vorher mussten einzelne Gehölze, die bei der Abdeckung des Staudenknöterichs mit Folie im Weg standen, entfernt werden. © LPV/J. FFischer
Auch ohne Motorsäge lassen sich dünne Gehölze rasch entfernen, um die Folie zur Bekämpfung des invasiven Staudenknöterichs auflegen zu können. © LPV/J. FFischer

Bei sonnigem Wetter machten sich heute 34 Freiwillige am Vormittag und 32 Freiwillige am Nachmittag mit Krampen, Scheren, Schaufeln und Rechen an die Arbeit, um einen Amphibientümpel im Naturschutzgebiet Teufelstein-Fischerwiesen in Kaltenleutgeben zu errichten. Dabei waren Biolog:innen und freiwillige Helfer:innen von Heideverein und Landschaftspflegeverein, LPV-Praktikant:innen und Freiwillige der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) im Einsatz. Auch gf. Gemeinderätin für Biodiversität Agnes Wühr sowie Umweltgemeinderätin Claudia Wolfert (Marktgemeinde Perchtoldsdorf) waren mit dabei. Der Wirtschaftshof der Gemeinde Perchtoldsdorf hatte Folie und Vlies zwischengelagert und ins Gebiet transportiert.

Zur Vorbereitung der Arbeiten schnitt unser Biologe Alex zunächst einige Gehölze rund um die Grube des späteren Teiches. In einem ersten Arbeitsschritt war bereits unter Anleitung von Biologin Irene vor einigen Wochen mit einem Bagger eine flache Grube ausgehoben und geformt worden. Der nächste Arbeitsschritt bestand darin, aus dem Bett größere Steine zu entfernen und den noch unebenen Untergrund mithilfe von Krampen zu glätten und zu ebnen.

Während der Arbeiten am Teich machten sich verschiedene Gruppen daran, anderweitige Arbeiten im Gebiet zu erledigen. So wurden einzelne Gehölze entfernt, um die Landschaft für wärmeliebende Arten offen zu halten, Kies für einen zukünftigen Tümpel umgeschlichtet und einen kleinen Bestand des invasiven, nicht heimischen Japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica) mittels Teichfolie zum Absterben zu bringen, wofür zuerst einzelne Gehölze entfernt werden mussten. 

Nachdem der Boden der Grube entsprechend vorbereitet worden war, wurde zunächst eine Schicht Vlies ausgerollt und die Vliesbahnen mithilfe von Heißluftpistolen an den Seiten verschweißt. Nach der verdienten Mittagspause wurde auf diese erste Vliesschicht anschließend die eigentliche Teichfolie gelegt, wobei für das Auflegen dieser Folie auf Grund des hohen Gewichts der Großteil der Anwesenden gleichzeitig anpacken musste. Auf diese Folie wurde danach noch eine weitere Schicht Vlies verlegt, die ebenfalls verschweißt wurde.

Anschließend wurde der grobe Kies mithilfe von Kübeln und Scheibtruhen gleichmäßig auf der Fläche des zukünftigen Tümpels verteilt. Durch die vielen Helfer:innen ging diese schwere Arbeit zum Glück rasch voran. Zum Abschluss wurde rund um den Tümpel einen Zaun aufgestellt, der am Boden zusätzlich mit den Stämmen der am Vormittag gefällten Gehölze verstärkt wurde. So wird sichergestellt, dass die im Gebiet vorkommenden Wildschweine den zukünftigen Amphibienlaichplatz nicht stören.

Amphibien sind in Österreich streng geschützt. Wassermangel und Ausbreitung von Krankheiten auf Grund des Klimawandels und die Zerteilung und Zerstörung ihrer Lebensräume durch Entwässerung, Bodenversiegelung oder Straßenbau gefährden sie umso mehr. Durch die Anlage dieses neuen Tümpels wird zusätzlicher Lebensraum geschaffen und ein wichtiger Beitrag zu ihrem Schutz geleistet.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz! Ein besonderer Dank gilt der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) für ihren engagierten Einsatz, ihr Know-how sowie die Finanzierung von Material wie Vlies, Folie und Schotter sowie eines Teils der Baggerarbeiten.

Mit ihrem tatkräftigen Einsatz sind die Freiwilligen ein wichtiger Teil der Netzwerk Natur Region – unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen. 

Werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Daniel SchultesPraktikant LPV, erstellt.