Ferienspiel - Flussforscher unterwegs

Ausgerüstet mit Keschern und Wannen machten sich die Kinder auf die Suche nach den Bewohnern der Liesing. Besonders häufig wurden Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus) entdeckt. © FdPH/B. Sabek
17 junge Forscher:innen waren heute im Rahmen des Perchtoldsdorfer Ferienspielprogramms „Flussforscher unterwegs“ gemeinsam mit unserer Naturvermittlerin an der Liesing unterwegs, um die faszinierende Welt der Gewässertiere zu entdecken. © FdPH/B. Sabek
Junge Naturforscher:innen beim Erforschen des Liesingbaches. © FdPH/B. Sabek
Die ersten Funde ließen nicht lange auf sich warten: Bachflohkrebse (Gammarus fossarum), Pferdeegel und Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus) konnten aus nächster Nähe betrachtet werden. © FdPH/B. Sabek
Signalkrebse stammen ursprünglich aus Nordamerika und sind in Österreich nicht heimisch. Als invasive Art stellen sie eine Gefahr für heimische Flusskrebse dar. © FdPH/B. Sabek
Spannende Entdeckung beim Perchtoldsdorfer Ferienspiel an der Liesing! © FdPH/B. Sabek
Aufgrund der großen Hitze kam der Nachmittag an der Liesing für die Kinder gerade recht! © FdPH/B. Sabek
Unsere Naturvermittlerin erzählte spannende Geschichten und Fakten rund um die gefundenen Gewässerbewohner. © FdPH/B. Sabek

17 junge Forscher:innen waren heute im Rahmen des Perchtoldsdorfer Ferienspielprogramms „Flussforscher unterwegs“ gemeinsam mit unserer Naturvermittlerin an der Liesing unterwegs, um die faszinierende Welt der Gewässertiere zu entdecken. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen bot das kühle Wasser eine willkommene Abkühlung. Doch gleich zu Beginn fiel auf, dass die Liesing ungewöhnlich wenig Wasser führte.

Der ungewöhnlich niedrige Wasserstand bot Anlass, gemeinsam über die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Bäche zu sprechen. Längere Hitzeperioden und ausbleibender Regen setzen den Gewässern zunehmend zu und verändern damit auch die Lebensbedingungen ihrer Bewohner. Wenn der Wasserstand sinkt, werden Lebensräume kleiner, manche Bereiche trocknen aus und den Gewässertieren stehen weniger Rückzugsorte zur Verfügung.

Anschließend machten sich die Kinder, ausgerüstet mit Keschern und Wannen, auf die Suche nach Bewohnern der Liesing. Besonders häufig wurden Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus) entdeckt. Dabei erfuhren die jungen Forscher:innen, dass diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Art in Österreich nicht heimisch ist und als invasive Art eine Gefahr für heimische Flusskrebse darstellt. Signalkrebse können die Krebspest übertragen, gegen die sie selbst weitgehend unempfindlich sind, während heimische Flusskrebse daran erkranken und sterben können.

Neben den Signalkrebsen wurden auch Bachflohkrebse (Gammarus fossarum) und Pferdeegel entdeckt. Die Bachflohkrebse übernehmen eine wichtige Funktion im Gewässer. Sie ernähren sich unter anderem von abgestorbenem Laub und anderem organischen Material und tragen dadurch dazu bei, totes Material im Bach abzubauen. Man könnte sie daher gewissermaßen als „Müllabfuhr“ der Liesing bezeichnen.

Trotz der großen Hitze wurde eifrig gekeschert, beobachtet und bestimmt. Und so wurde das Forschen im Wasser nicht nur lehrreich, sondern auch zu einer willkommenen Abkühlung an einem besonders heißen Tag. Zum Abschluss wurden die gefundenen Tiere noch einmal gemeinsam betrachtet und besprochen, bevor sie wieder in die Liesing entlassen wurden.