Heute waren 13 junge Forscher:innen gemeinsam mit unserem Naturvermittler am Liesingbach unterwegs, um die dortige Vielfalt der Gewässertiere zu entdecken. Die Exkursion fand im Rahmen des Perchtoldsdorfer Ferienspielprogramms „Flussforscher unterwegs“ statt.
Nach einer kurzen Besprechungsrunde mit der Frage „Warum ist Wasser wichtig?“ und dem Vergleich eines verbauten und unverbauten Flusses konnte das Forschen endlich losgehen. Ausgerüstet mit Keschern, Kübeln und Wannen machten sich die jungen Forscher:innen freudig auf die Suche nach kleinen Gewässertieren. Die ersten Funde ließen nicht lange auf sich warten. Gemeinsam mit unserem Naturvermittler wurden diese bestimmt und mit interessanten Fakten ergänzt. Gefunden wurden neben vielen Bachflohkrebsen (Gammarus fossarum) auch ein Wasserskorpion (Nepa cinerea), Libellenlarven und einzelne kleine Fische.
Für die Kinder war es besonders spannend, Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus) zu fangen. Sie versuchten, die besten Verstecke der Krebse zu finden und den größten zu erwischen. Unser Biologe erklärte, dass es sich hierbei um eine eingeschleppte und somit schädliche Art handelt, die heimische Flusskrebse verdrängt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass der Signalkrebs die Krebspest übertragen kann, gegen die er selbst weitgehend unempfindlich ist, an der heimische Flusskrebse jedoch meist sterben. Die Kinder erfuhren außerdem, warum invasive Arten eine große Herausforderung für den Naturschutz darstellen und wie wichtig der Schutz heimischer Tierarten ist.
Zum Abschluss hatten alle, die Lust hatten, noch einmal die Gelegenheit, einige der Funde gemeinsam zu beobachten und mithilfe von Folien genauer zu besprechen. Anschließend erlangten die Tiere im Liesingbach ihre Freiheit zurück und die fleißigen Forscher:innen machten sich wieder auf den Rückweg.






