Heidepflegewoche Mittwoch

Krampen und Tree Popper sind eine ideale Kombi, um größere Gehölze samt Wurzeln auszureißen. © FdPH/F. Hohn
Heute bekamen wir bei der Heidepflegwoche Unterstützung von 6 engagierten Mitarbeiter:innen der Vienna Inscurance Group im Rahmen ihres Social Active Days. © FdPH/F. Hohn
Nachdem wir im Frühling die Hecke zurückgesetzt hatten, wurden jetzt mit dem Krampen gezielt Gebüsche wie Liguster, Flieder und Goldregen ausgehackt. © FdPH/I. Drozdowski
Für das Aushacken mit dem Krampen ist vor allem die richtige Technik wichtig. Dann können viele Gebüsche mit relativ wenig Kraftaufwand dauerhaft entfernt werden.  © FdPH/I. Drozdowski
Mit dem Krampen geht es diesem riesigen Liguster-Busch "an die Wurzeln". © FdPH/I. Drozdowski
Was mit dem Krampen nicht klappt - mit dem Tree Popper gelingt's! Hier eine mehr als 4 Meter hohe Esche, die mit Sicherheit nicht mehr nachtreibt. © FdPH/I. Drozdowski
Die fleißigen Helfer:innen bei der Heidepflege am Mittwoch Vormittag. © FdPH/I. Drozdowski
Die ausgehackten Büsche werden gesammelt und weggetragen.  © FdPH/I. Drozdowski
Diese Hecke ist wichtiger Lebensraum für den Steirischen Fanghaft (Mantispa styriaca). Die unerwünschte Hybridweichsel wird gezielt herausgezwickt. © FdPH/I. Drozdowski
Aus dieser Hecke wird die Ausläufertreibende Hybridweichsel herausgeschnitten, um den anderen Heckensträuchern wieder mehr Platz zu geben. © FdPH/I. Drozdowski
Die fleißigen Helfer:innen bei der Heidepflege am Mittwoch Nachmittag. © FdPH/F. Hohn
Vor dem Start und zwischendurch gibt es von unseren Biolog:innen immer wieder spannende Infos zum Lebensraum und besonderen Tieren und Pflanzen. © FdPH/F. Hohn
Gemeinsam für die wertvolle Natur der Heide arbeiten macht Freude! © FdPH/F. Hohn
Während der händischen Entbuschung treffen wir auf jene Tiere, die bei maschinellen Arbeiten zerhäckselt werden würden. © FdPH/F. Hohn
Eichen können nur geschnitten werden, zum Aushacken wurzeln sie schon als junge Pflanzen extrem tief. © FdPH/F. Hohn
Werden Liguster, Berberitze und Blutroter Hartriegel sorgfältig ausgehackt, sind nach wenigen Jahren kaum mehr welche auf der Fläche zu finden und es bleibt mehr Zeit für andere Pflegeflächen. © FdPH/F. Hohn
Schüler:innen der 2a der VS Roseggergasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
Schüler:innen der 2b der VS Roseggergasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
Gemeinsam für die Heide aktiv sein - das macht Spaß! © FdPH/B. Sabek
Jede helfende Hand bei der Heidepflegewoche zählt! :) © FdPH/B. Sabek
Schüler:innen der 2c der VS Roseggergasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
"Ich fühle mich mit der Natur verbunden, wenn ich sie pflege!" ist dieser Schüler begeistert. © FdPH/L. Reimoser-Berger
Zwischendurch gibt's einen Stärkung. © FdPH/L. Reimoser-Berger
Bei der händischen Heidepflege entdecken wir viele Tiere, die eine Arbeit mit Freischneider nicht überleben würden.© FdPH/L. Reimoser-Berger
Schüler:innen der 2b der VS Kneippgasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
Hier gilt es, viele dichte Schlehenaustriebe zu schneiden. © FdPH/A. Lembke
Viele helfende Hände und die sanfte Entbuschung geht rasch voran. © FdPH/A. Lembke
Die Fläche nach der Entbuschung. © FdPH/A. Lembke
Schüler:innen der 3b der VS Kneippgasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
Das Schnittgut wird auf einer Plane gesammelt. © FdPH/L. Wollny
Heidepflegewoche bei herrlichem Wetter und mit Blick über Wien. © FdPH/L. Wollny
Schüler:innen der 4b der VS Kneippgasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
Manche Gebüsche lassen sich händisch ausreissen. © FdPH/S. Leischner
Für den Aufbau des Weidezauns müssen die Gebüsche am Waldrand zurückgesetzt werden. © FdPH/S. Leischner
Gemeinsam geht am meisten weiter! © FdPH/S. Leischner
Entdeckungen bei der Heidepflege: Mistkäfer bringen den Schafkot in den Boden und mit ihm Nährstoffe für die Pflanzen und Kohlenstoff. Sie sind daher wichtige Klimaschützer! © FdPH/S. Leischner
Das Schnittgut dient als Unterschlupf für Smaragdeichsen, Blindschleichen und viele andere Tiere. © FdPH/S. Leischner
Schüler:innen der MSK der VS Kneippgasse bei der Heidepflegewoche © FdPH/A. Mrkvicka
Die Pflegefläche der MSK der VS Kneippgasse nach dem engagierten Pflegeeinsatz. © FdPH/H. Sommer

Mit gleich sieben Schulklassen, zahlreichen Freiwilligen, den Praktikant:innen des Landschaftspflegevereins und mit Verstärkung durch sechs Mitarbeiter:innen der Wiener Städtischen/Vienna Insurance Group im Rahmen ihres Social Active Days ging es heute voll Energie in den fünften Tag der Heidepflegewoche. 

Die 2a und 2b der VS Roseggergasse zwickten mit viel Geduld viele kleine, stachelige Weißdornbüsche oberhalb des Sanatoriums. Die 2c der VS Roseggergasse lichtete die weitläufigen Gebüschgruppen am Plateau der Großen Heide auf. Die 1A des GRG 11, die extra einen weiten Öffi-Weg aus Wien auf sich nahm, um mitzuhelfen, und die 2b der VS Kneippgasse entfernten zu dichtes Schlehengebüsch neben dem Zieselschutzgebiet. Am Waldrand beim Aussichtspunkt gab es so viel zu tun, dass gleich drei Klassen - die MSK, 3b und 4b der VS Kneippgasse - mit viel Freude an der Arbeit anpackten und die Büsche mit Astscheren und Sägen so zurücksetzten, dass Schäferin Christa Veits nun dort den Zaun für die Schafe wieder viel besser aufstellen kann.

Die Erwachsenen setzten währenddessen zahlreiche Krampen und den Tree-Popper ein, um entlang der im Frühling zurückgesetzten Hecke auf der Kleinen Heide nachtreibenden Flieder (Syringa vulgaris), Liguster (Ligustrum vulgare) und kleine Eschen (Fraxinus excelsior) auszuhacken und auszureißen und somit dauerhaft zu entfernen. Die großen Stöcke des nicht heimischen Goldregens (Laburnum anagyroides) konnten nur zurückgeschnitten werden. Sie warten auf den nächsten Einsatz einer Stockfräse. Gleich um die Ecke mussten zahlreiche Hybridweichseln (Prunus × eminens) aus der Hecke sowie auf der Fläche herausgeschnitten werden. Sie bilden rasch viele Ausläufer, lassen sich jedoch nicht mit Wurzeln entfernen. Gegen den Nachmittag hin wurde der Tree Popper dann eingesetzt, um aus kleineren Gebüschgruppen mit Felsenbirnen (Amelanchier ovalis) und dem seltenen Felsenkreuzdorn (Rhamnus saxatilis) Eschen bis zu einer Höhe von 4 Metern (!) gezielt herauszuziehen und dabei die umgebenden, erwünschten Gebüsche zu schonen. Mit Krampen wäre das so nicht möglich gewesen. Der Tree Popper hat sich somit wieder bestens bewährt. Gleichzeitig wurden am Südhang der Kleinen Heide noch verbliebene kleine Liguster und Berberitzen nachgehackt und ein Teil der kleinen Flaumeichen nachgeschnitten, die bewusst nicht beim Stockfräsen-Einsatz im Juli 2025 entfernt worden waren. Gerade Flaumeichen sind Nahrung und Lebensraum für viele Insektenarten wie z.B. seltene Gallwespen- oder Schmetterlings-Arten, deren Larven an den Eichen fressen. Zu dicht dürfen die Eichen dabei allerdings nicht werden, damit sie den Trockenrasen nicht zu stark beschatten. So müssen sie regelmäßig ausgelichtet werden. Der Stockfräsen-Einsatz hat uns diese Arbeit aber sehr erleichtert, denn die am Südhang aufgewachsenen Eichen waren einfach viel zu viele gewesen. Die Arbeit des Rückschnitts hat sich so von 2,5 Einsatztagen auf nicht einmal einen Tag reduziert.