Die zweite Naturerlebniswoche dieses Sommers fand vom 20. bis 24. Juli statt. Gemeinsam mit 20 unternehmungslustigen Naturforscher:innen erforschten wir fünf Tage lang verschiedene Lebensräume. Dank der angenehm kühlen Temperaturen konnten wir die Woche in vollen Zügen genießen und hatten neben spannenden Naturbeobachtungen viel Zeit zum Spielen, Basteln, Bauen und Austoben.
Am Montag machten wir uns vom Heideparkplatz auf den Weg zum Bildungsgarten, unserem Basislager für die Woche. Nach einer Kennenlernrunde und einem gemeinsamen Gespräch über die wichtigsten Regeln konnte das Abenteuer beginnen. Aus Ästen, Heu und anderen Naturmaterialien entstanden schon bald beeindruckende Tipis, während andere Kinder zeichneten oder das Gelände erkundeten. Nach dem Mittagessen, es gab Spaghetti mit Bolognese oder verschiedenen vegetarischen Soßen, erwartete uns ein besonderes Highlight auf der Heide. Wir besuchten unsere Biologen Norbert und Felix und konnten ihnen beim Zieselmonitoring über die Schulter schauen. Gerade rechtzeitig für unsere Feriengruppe gelang es ihnen, zwei Ziesel (Spermophilus citellus) zu fangen. Die Kinder durften aus nächster Nähe beobachten, wie die Tiere wissenschaftlich untersucht, vermessen, gewogen und anschließend wieder freigelassen wurden. Für große Freude sorgte außerdem unser Geburtstagskind Leo, das seinen siebten Geburtstag mit uns feierte. Natürlich durfte dabei ein gemeinsamer Geburtstagskuchen nicht fehlen.
Da für die folgenden Tage immer wieder Regen angekündigt war, verlegten wir unseren Bachtag bereits auf Dienstag. Ausgerüstet mit Keschern, Kübeln und Becherlupen machten wir uns auf den Weg zum Liesingbach. Mit viel Teamarbeit gelang es den Kindern, zahlreiche Wassertiere zu entdecken und zu fangen. Besonders spannend waren Koppen (Cottus gobio) und andere junge Fische, Libellenlarven, Wasserschnecken, Eintagsfliegenlarven sowie junge und ausgewachsene Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus), die nach der Beobachtung selbstverständlich wieder freigelassen wurden. Dabei erfuhren die Kinder auch, dass der aus Nordamerika stammende Signalkrebs eine invasive Art ist, die die Krebspest übertragen kann und heimische Flusskrebse verdrängt. Zwischendurch blieb genügend Zeit zum Klettern auf den Bäumen, für Twister, Werwolf und viele weitere Spiele. Vor dem weiten Rückweg zum Heideparkplatz stärkten wir uns noch mit einem wohlverdienten Eis.
Am Mittwoch stand unser Waldtag auf dem Programm. Gemeinsam wanderten wir über die Heide zu einem schattigen Waldstück, wo ausreichend Material zum Bauen und Spielen vorhanden war. Aus Ästen entstanden wieder Tipis und andere fantasievolle Bauwerke, außerdem legten die Kinder einen Barfußweg an, gestalteten Traumfänger und weitere Kunstwerke aus Naturmaterialien und machten sich mit Becherlupen auf die Suche nach den kleinen Bewohnern des Waldes. Während es am Vormittag im Wald noch erstaunlich kühl war, wurde es am Nachmittag angenehm warm. Beim KIM(Keep-in-Mind)-Spiel lernten wir spielerisch die vielfältigen Funktionen des Waldes kennen und stellten diese pantomimisch dar. Dazwischen blieb genügend Zeit für Twister, Kartenspiele und die eine oder andere Runde Werwolf.
Den Donnerstag verbrachten wir wieder im Bildungsgarten und auf der Heide. Die begonnenen Tipis wurden weiter ausgebaut, auf der großen Linde wurde geklettert, am Spielplatz getobt und mit viel Kreativität Fledermäuse und andere Kunstwerke gebastelt. Ausgerüstet mit Becherlupen machten sich die Kinder auch wieder auf die Suche nach Insekten und genossen die freie Zeit im Bildungsgarten. Nach dem Mittagessen mit Reis, Erbsen und Knackwürsten änderten sich die Pläne jedoch schlagartig. Aufgrund einer Gewitterwarnung packten wir gemeinsam alle Materialien unter das große Zeltdach und machten uns rasch auf den Weg nach unten. Trotz Regenjacken wurden wir auf dem Weg ordentlich nass. Zum Glück durften wir uns während des Gewitters bei Annas Oma unterstellen, uns aufwärmen und die Zeit mit Karten-, Brettspielen und Puzzles verbringen. Als das Gewitter schließlich vorübergezogen war, spazierten wir gemeinsam auf den Marktplatz, gönnten uns ein Eis und ließen den Tag noch auf dem Spielplatz im Begrischpark ausklingen.
Am Freitag hieß es leider schon Abschied nehmen. Ein letztes Mal wurde nach Herzenslust gebaut, geklettert, gespielt und geforscht. Einige Kinder besserten ihre Tipis aus, andere formten Figuren aus Ton, suchten nach Insekten oder beobachteten die Ziesel auf der Heide. Auch Kinderschminken und ein Besuch des Spielplatzes durften zum Abschluss nicht fehlen. Nach dem Mittagessen mit Erdäpfeln, Sauerrahm, Schinken, Käse, Mais und Bolognese räumten wir gemeinsam den Bildungsgarten auf. Wie immer verging die Woche viel zu schnell und am liebsten hätten wir noch viele Stunden weitergespielt und geforscht.
Anna und Sarah










































