Mahd Insekten-Highway

Sieben Praktikant:innen des LPV sowie Biolog:e Fischi mähten am Montag die Flächen des Insekten-Highways in der Wienergasse.© LPV/C. Wolfert
Vor den Mäharbeiten wurden Samen von Acker-Wachtelweizen, Klappertopf und Östlichem Wiesen-Bocksbart gesammelt. © LPV/C. Wolfert
Die gesammelten Pflanzenarten helfen mit, das Wachstum dominanter Gräser einzudämmen. Dadurch können sich mehr Kräuter etablieren. © LPV/C. Wolfert
Danach ging es auch schon ans Mähen der Flächen mit dem Balkenmäher. © LPV/C. Wolfert
Das Pflanzenmaterial wurde zusammengerecht und das Schnittgut für die Abholung durch die Marktgemeinde Perchtoldsdorf gesammelt. © LPV/C. Wolfert
Der plötzlich einsetzende Regen trieb uns während der Mittagspause unter das Dach einer Busstation. © LPV/C. Wolfert
Wir hofften, die Arbeiten anschließend im Trockenen fortsetzen zu können, doch daraus wurde leider nichts. © LPV/C. Wolfert
Kurz vor 15:00 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen und das zu Beginn gesammelte Saatgut wurde wieder auf der Fläche ausgebracht.© LPV/C. Wolfert
Bei den Mäharbeiten am Mittwoch in der Wolfgang-Leeb-Gasse waren sechs Praktikant:innen des LPV sowie Biolog:e Fischi im Einsatz. © LPV/J. FFischer
Unzählige Insekten, wie diese Wildbiene, profitieren vom Insekten-Highway in Perchtoldsdorf. © LPV/J. FFischer
Mit Sicheln wurde dort nachgearbeitet, wo der Balkenmäher nicht hinkam. © LPV/J. FFischer
Großartiger Einsatz für den Insekten-Highway – ein Netzwerk aus blütenreichen Wiesenflächen, das als wichtiger Lebensraum und „Trittstein“ für viele Fluginsekten dient.  © LPV/J. FFischer
Auch der Schachbrettfalter (Melanargia galathea) fühlt sich auf den Naturwiesen in der Marktgemeinde Perchtoldsdorf wohl. © LPV/J. FFischer
Insekten-Highway in der Wolfgang-Leeb-Gasse nach der Mahd. © LPV/J. FFischer

Diese Woche ging es daran, die Naturwiesen des „Insekten-Highways” in der Wienergasse und in der Wolfgang-Leeb-Gasse zu mähen. Unter der Leitung von Biolog:e Fischi machten sich am Montag sieben und am Mittwoch sechs Praktikant:innen des Landschaftspflegevereins ans Werk.

Start der Mäharbeiten war an beiden Tagen jeweils um 9:00 Uhr. Am Montag trafen wir uns zunächst auf der Wiesenfläche in der Wienergasse und begannen damit, Samen von drei Pflanzenarten zu sammeln. Der Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense), der Klappertopf (Rhinanthus sp.) und der Östliche Wiesen-Bocksbart (Tragopogon orientalis) sind Arten, die das Wachstum dominanter Gräser eindämmen. Dadurch können sich mehr Kräuter etablieren. Da dieser Effekt auf dem „Insekten-Highway” erwünscht ist, brachten wir das Saatgut vor der Mahd in Sicherheit.

Danach ging es auch schon ans Mähen. Mit einem Balkenmäher wurde die Fläche gemäht und das Schnittgut mit Rechen zusammengetragen. Mit Sicheln wurde dort nachgearbeitet, wo der Balkenmäher nicht hinkam. Einzelne Bereiche wurden dabei ausgelassen, um bestimmte Pflanzen noch weiter wachsen zu lassen.

Der plötzlich einsetzende Regen trieb uns während der Mittagspause unter das Dach einer Busstation. Wir hofften, die Arbeiten anschließend im Trockenen fortsetzen zu können, doch daraus wurde leider nichts. So wurde der letzte Rest der Fläche im Regen gemäht und gerecht. Was soll's? Der Regen war schließlich längst überfällig. Kurz vor 15:00 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen und das zu Beginn gesammelte Saatgut wurde wieder auf der Fläche ausgebracht.

Am Mittwoch wurde ganztags in der Wolfgang-Leeb-Gasse gemäht und ebenfalls das Mähgut zusammengerecht. Auch hier gingen die Arbeiten gut voran und konnten im Laufe des Tages erfolgreich abgeschlossen werden. 

Ein großer Dank gilt den Praktikant:innen für den engagierten Einsatz, besonders unter den regnerischen Bedingungen am Montag! 

Die beiden Wiesenstreifen werden bereits seit 2020 naturnah betreut und nur ein- bis zweimal jährlich gemäht. Gemeinsam mit 16 weiteren Flächen (eine Karte aller Flächen findest Du hier) bilden sie den „Insekten-Highway” in Perchtoldsdorf – ein Netzwerk aus blütenreichen Wiesenflächen, das als wichtiger Lebensraum und „Trittstein“ für viele Fluginsekten dient. Gerade Arten mit kleinem Bewegungsradius profitieren von diesen miteinander verbundenen Grünflächen.

Die Pflegeaktionen werden in Kooperation von Heideverein, Marktgemeinde Perchtoldsdorf und dem Landschaftspflegeverein durchgeführt. Alle Partner sind Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke sowie zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen. 

Du willst auch etwas für die Artenvielfalt auf unseren Grünflächen tun? Dann werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Claudia Wolfert, einer Praktikantin des Landschaftspflegevereins, erstellt.