Pflegetermin der Praktikant:innen am Hochberg in Perchtoldsdorf

Beim heutigen Pflegetermin im Naturdenkmal Hochberg wurde vor allem invasiver Flieder (Syringa vulgaris) samt Wurzeln von der Fläche entfernt. © LPV/L. Wollny
Insgesamt 17 Helfer:innen und Praktikant:innen des Landschaftspflegevereins waren beim gemeinsamen Pflegeeinsatz im Naturdenkmal Hochberg in der Marktgemeinde Perchtoldsdorf im Einsatz. © LPV/L. Wollny
Ausgerüstet mit Krampen, Astscheren und Planen machten sich die freiwilligen Helfer:innen an die Arbeit und entfernten unerwünschte Gehölze von den Trockenrasenflächen. © LPV/L. Wollny
Schnell stellten sich erste Erfolge ein. © LPV/L. Wollny
Mit dem Krampen wurden Fliederaustriebe samt Wurzeln ausgegraben. © LPV/L. Wollny
Das Pflanzenmaterial wurde auf Planen gesammelt und später in Teamarbeit an den Flächenrand getragen. © LPV/L. Wollny
Zwischendurch blieb Zeit, sich die besonderen Pflanzen des Hochbergs anzusehen. Hier: blühender Diptam (Dictamnus albus). © LPV/L. Wollny
Großartiger Einsatz für die Erhaltung der biologischen Vielfalt am Hochberg in Perchtoldsdorf! © LPV/L. Wollny
Auch Astscheren kamen bei einigen Gehölzen zum Einsatz. © LPV/L. Wollny
Flieder (Syringa vulgaris), Blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea) und Waldrebe (Clematis vitalba) breiten sich auf manchen Flächen rasch aus und überwuchern konkurrenzschwächere Pflanzen. © LPV/L. Wollny
Durch den engangierten Pflegeeinsatz können die wertvollen Trockenrasenflächen mit ihren seltenen Tieren und Pflanzen auch weiterhin erhalten werden. © LPV/L. Wollny
Unser Biolog:e Fischi mit Raupen des Südlichen Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia pavoniella). © LPV/L. Wollny
Raupe der Grauen Moderholzeule (Xylena exsoleta). © LPV/L. Wollny
Voller Einsatz für die Artenvielfalt in Perchtoldsdorf. © LPV/L. Wollny
Mit der kleinen Astschere können feinere Arbeiten auf den offeneren Flächen durchgeführt werden. © LPV/L. Wollny
Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten blieb nach der Mittagspause noch genügend Zeit, um auf einem weiteren Teil der Fläche Blutroten Hartriegel und Waldrebe zu entfernen. © LPV/L. Wollny
Wir bedanken uns herzlichst bei allen Helfer:innen, die sich vom anfänglichen Regen nicht haben abschrecken lassen und uns tatkräftig unterstützt haben. © LPV/L. Wollny

Heute trafen sich insgesamt 17 Helfer:innen und Praktikant:innen des Landschaftspflegevereins zum gemeinsamen Pflegeeinsatz im Naturdenkmal Hochberg in der Marktgemeinde Perchtoldsdorf. Geplant wurde der Termin bereits im Vorfeld von vier LPV-Praktikant:innen, die Umsetzung auf der Fläche erfolgte anschließend mit Unterstützung unseres Biolog:en Fischi. Zunächst stellten die Praktikant:innen das Gebiet und seine naturschutzfachliche und historische Bedeutung vor. 

Die rund 1,7 Hektar große Fläche zählt zu den besonders wertvollen Lebensräumen der Region. Das vielfältige Blütenangebot bildet die Lebensgrundlage für zahlreiche Insektenarten, darunter auch über 101 Wildbienenarten! Besonders wichtig für die Artenvielfalt sind die vielen kleinräumigen Strukturen des Trockenrasens. Diese werden jedoch durch verschiedene Gehölze gefährdet, etwa durch den invasiven Flieder (Syringa vulgaris), den Blutroten Hartriegel (Cornus sanguinea) oder die Waldrebe (Clematis vitalba), die sich rasch ausbreiten und konkurrenzschwächere Pflanzen überwuchern.

Anschließend wurden Aufgaben und Werkzeuge verteilt. Ausgerüstet mit Krampen, Astscheren und Planen machten sich die freiwilligen Helfer:innen an die Arbeit und entfernten unerwünschte Gehölze von den Trockenrasenflächen. Nach dem anfänglichen Regen kam schon bald die Sonne durch, und die Arbeiten konnten bei angenehmem Wetter fortgesetzt werden. Am Rand der Fläche wurden größere Fliedersträucher mitsamt Wurzelballen aus dem Boden entfernt. Besonders aufmerksam suchten die Helfer:innen zudem die Wiese nach kleinen Fliederausläufern ab, die sich im hohen Gras versteckten und hackten diese aus. 

Auch zahlreiche spannende Naturbeobachtungen begleiteten den Pflegetermin: Gefunden wurden unter anderem Raupen des Südlichen Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia pavoniella) sowie eine große Raupe der Grauen Moderholzeule (Xylena exsoleta). Eine Vielzahl an Schmetterlingen und Wildbienen flog herum und ein Schwalbenschwanz (Papilio machaon) wurde beobachtet.

Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten blieb nach der Mittagspause noch genügend Zeit, um auf einem weiteren Teil der Fläche Blutroten Hartriegel und Waldrebe zu entfernen, die sich ebenfalls schnell ausbreiten und wertvolle Offenflächen überwachsen können.

Wir bedanken uns herzlichst bei allen Helfer:innen, die sich vom anfänglichen Regen nicht haben abschrecken lassen und uns tatkräftig unterstützt haben. Ihr seid ein wichtiger Teil Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen, an dem sich bereits 23 Gemeinden, 3 Wiener Bezirke und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt:innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen. 

Werde auch Du Teil unseres Netzwerks und schau bei unseren zahlreichen Exkursionen und Pflegeterminen vorbei. Nähere Infos findest Du hier.

Der Pflegetermin fand in Kooperation von Heideverein, Landschaftspflegeverein und Marktgemeinde Perchtoldsdorf statt.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit von Laura Wollny, Praktikantin LPV, erstellt.