Goldruten-Management im Naturschutzgebiet Fischerwiesen

Mit dem Krampen wurde die Goldrute möglichst mit Wurzel ausgehackt.
Rosmarin Weidenröschen.
Die Entfernung der Goldrute ist eine wichtige Maßnahme, um die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes zu erhalten.
Bevor die Goldrute aussamen konnte, wurde sie entfernt.
Mit dem Krampen wurde die Goldrute möglichst mit Wurzel ausgehackt.
Die geschützte Gelbbauchunke braucht dauernasse, sonnige Kleinstgewässer.

Goldruten sind nicht heimische, invasive Pflanzenarten, die aus zahlreichen Hausgärten bekannt sind. Ursprünglich wurde sie in Gärten als Bienenweide gepflanzt. Dies war jedoch ein Irrtum, da sie sich rasch verbreitet und in freier Natur viele heimische Pflanzen- und in Folge auch Tierarten verdrängt. Übrig bleiben eintönige Goldruten-Bestände, die Bestäubern zwar für wenige Wochen Nahrung liefern, jedoch die restliche Zeit eine für Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen karge Fläche hinterlassen.

Im Rahmen des heutigen Management-Einsatzes waren sieben Freiwillige auf den Fischerwiesen im Einsatz, um Goldruten zu entfernen und sie am Aussamen zu hindern. Die Pflanze wurde entweder händisch oder mit dem Krampen möglichst mitsamt den Wurzeln ausgerissen. Waren schon Blüten ausgebildet, wurden diese mitgenommen und im Restmüll entsorgt. Dies ist wichtig, da durch eine Entsorgung im Biomüll die Pflanzen eventuell wieder ausgebracht werden würden.

Im Anschluss wurden Weiden entfernt, um ein Kleinstgewässer vor dem Austrockenen zu bewahren. Durch das Schaffen sonniger, permanent wasserführender Stellen wurde der Lebensraum der seltenen Gelbbauchunke erhalten.

Der Steinbruch Fischerwiesen ist im Wienerwald und Umgebung das Amphibien- und Reptilienreichste Gebiet und beherbergt auch EU-weit geschützte Arten. Auch für seltene Vögel und Säugetiere bieten die Fischerwiesen einen passenden Lebensraum. Durch die für die Region des Wienerwalds besonderen Standorte innerhalb des Naturschutzgebiets kommen Arten vor, die auf diese Standorte angewiesen sind, darunter auch gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Um im Naturschutzgebiet auch in Zukunft seltene, störungsempfindliche Arten erhalten zu können, ist ein Badeverbot unumgänglich.